Donnerstag, 1. Oktober 2009

Über Klamottengrößen und tolle Kassiererinnen

Heute war ich einkaufen. Man könnte shoppen sagen, doch bei dem Tempo was wir vorgelegt haben, spreche ich lieber von einkaufen. Auf jeden Fall hatte ich mir eine schicke blaue, schlichte Jeans ausgesucht, die mir super gefiel. Gut geschnitten, schöne „Färbung“, robust und preiswert. Nach einer probierten Hose war klar: Hier muss eine längere her. Nach zwei Minuten suchen fragte ich dann nett nach, ob es besagte Jeans auch in Länge 38 gebe. Nein. Gab es nicht. Die hätten sie nicht und generell, wer bräuchte das denn, 38 würde ja niemand kaufen. Soso. Da frage ich mich doch: Wenn ich mit meinen 1,90m schon keine Hose bekomme, was machen dann 2m-Männer? Kaufen die nur noch in Übergrößen-Läden ein? Von wegen 38 würde keiner kaufen! Na gut, weiter in der Geschichte, dann kam ein paar Schuhe. Sah top aus, irgend so ein Vans-Abklatsch. Ich sparte mier diesmal die Mühe des Suchens und fragte direkt: „Waas? 47? Neee, dat ham wa net. Sowieso, wer würde das denn kaufen? Wir haben nur bis 45.“ Ja nee, ist klar. Muss ich als relativ normal-großer also in Zukunft im 5XL-Laden shoppen? Ich hoffe nicht, so wie ich mich kenne würde es dann immer beim Internet und dem damit verbundenen Paket-Verkehr hängen bleiben.

Doch nun zur positiven Seite des Einkauftrips, der mir im Endeffekt doch noch eine Hose und ein T-Shirt bescherte (Eine Hose, die auch in 36 eine ordentliche Länge aufwies, selten aber existent). Kommen wir zur Kassiererin. Nein, sie trog keinen roten Minirock, kam nicht aus Rottweil und war auch überhaupt nicht anziehend. Noch dazu war sie absolut hünenhaft groß, bestimmt 1,80m. Die hätte auch keine Hose gefunden! Auf jeden Fall bescherte sie mir neben meinem 10€-Gutschein, den ich für das Spenden einer ausgetragenen Jeans bekommen hatte, noch einen weiteren 10€ Bonus. Sie bongte nämlich nicht ein, sie tippte. Und offenbar zu wenig oder falsch, denn am Ende kamen für meinen Kumpel und mich 80 statt 90€ heraus. Das sind immerhin knapp 10% und so freue ich mich dann doch, für 38€ eine Hose und ein T-Shirt ergattert zu haben. Nun trage ich die Hose immer mit gemischten Gefühlen, mit Freude über den Preis und mit Angst davor, nie wieder eine passende Hose in einem „normalen“ Geschäft zu finden.

1 Kommentar:

  1. Wer hat eigentlich keine Probleme beim Hosenkauf?
    Für wen entwickeln Designer eigentlich die Klamotten, die tragen die bestimmt nicht mal selber, sonst wüssten die ja was fürn Mist die teilweise verzapfen.

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