Montag, 23. November 2009

Wertung bedingt Vergleich

Um etwas bewerten zu können, bedienen wir uns immer des Vergleichens. Wenn wir also zum Beispiel eine Krankheit als besonders schmerzvoll empfinden, dann nur, weil wir uns an Zeiten erinnern, wo wir gesund waren. Und wenn wir eine Zeit mit Freunden als besonders schön und unkompliziert empfinden, dann nur, weil wir uns an eine andere Zeit erinnern, wo es uns anders erging.

Und wenn wir erst einmal festgestellt haben, dass es uns, im Vergleich zu anderen Situationen, "schlecht" geht, suchen wir nach Gedanken wie: "Es war doch so gut, so wird es bestimmt wieder", hängen uns also an Erinnerungen oder Hoffnungen. Und während wir dann denkend und fühlend vor uns hin leben, "leben" wir nicht im eigentlichen Sinne und verpassen, dass wir in diesen Momenten des Erinnerns und Hoffens wieder Momente des Erinnerns erschaffen können. Doch solange wir Denken tun wir nichts und erst wenn wir tun können wir verstehen.

Recht konfus, aber generell ist es doch Zeitverschwendung sich über schlechte Situationen den Kopf zu zerbrechen oder gar andere damit zu nerven, generell ist es doch sogar relativ schwammig, ob etwas überhaupt schlecht ist oder nicht? Als Apell an mich selber also hier: Weniger nörgeln und nachdenken, mehr denkenswürdige Dinge tun. Uhh, was für ein Vorsatz...

Kommentare:

  1. Harter Tobak der gefällt mein lieber!
    Du hast recht, im ersten Moment wirkt das ganze recht konfus, doch bei genauerer betrachtung fällt einem auf, das es doch durchaus Stichhaltig ist!
    Weiter so!

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