Sonntag, 2. Mai 2010

Mehr tun, indem man weniger tut.

Jetzt kommt endlich mal wieder richtiger Inhalt hierhin. Der Grund dafür wird auch in diesem Artikel beschrieben, denn in den letzten Wochen hatte ich zwar eine Menge Freizeit, doch es gab eigentlich immer was zu tun, es war immer Abends etwas los und man hatte eigentlich nie wirklich „Zeit“, weil man immer verplante Tage hatte. Die Zeit um das Abitur herum eben. Jetzt war ich für 2 Tage bei meiner Oma und habe einiges über Motivation, Erfolg und Fokus gelernt. Und darüber, warum man in solchen Zeiten wie den letzten Wochen so viel und doch so wenig tut. Ein Artikel darüber, wie man Dinge wirklich tut, dass Simpel oft besser als Kompliziert ist und wie man es hinbekommt durch Weniger Mehr zu erreichen, viel Spaß.


Das Problem daran, „immer“ etwas zu tun zu haben, ist dass man kaum klare und effiziente Gedanken fasst. Man ist gedanklich oft schon einen Moment weiter, denkt daran, was man noch erledigen muss, wann man was erledigt und legt sich Tagespläne zusammen. Dabei vergisst man oft, dass man gerade in diesem Moment auch etwas tut und tut es demnach nicht mit ausreichender Aufmerksamkeit. Jeder kennt das wohl, dass man mit irgendetwas anfängt und sich auf einmal mitten in Gedanken erlebt, wohlmöglich auf Facebook gelandet ist und schon wieder 20 Minuten verplempert hat. Vor allem in Wochen wie den letzten gewöhnt man sich so sehr daran, dass immer etwas los ist, dass immer Action ist, dass man gar nicht weiß, was man tun kann, wenn man mal Ruhe hat. Man hetzt von einem Event zum anderen und möchte am liebsten gar nicht mehr schlafen, wirklich viel Arbeit leistet man dabei aber nicht. Jetzt, wo ich mal einen Tag lang kein Internet, kein Handy und keine Leute in meinem Alter um mich herum hatte, sondern einfach Ruhe und Zeit, habe ich mehr gelesen und mehr klare Gedanken gefasst als in den letzten vier Wochen zusammen. Wenn man einfach mal 2 Stunden am Stück liest, oder 2 Stunden einfach nur Musik hört, ist es einfach unglaublich wie klar einem viele Dinge werden, wie kreativ man wird, wie viele Ideen einem kommen und wie viel Energie man für Projekte aufbringt. Man verbringt seine Tage nicht mehr mit halbherzigen Beschäftigungen ohne jeglichen Aufwand, man beginnt sich wieder zu konzentrieren und fokussiert bestimmte Dinge.


Fokus ist elementar wenn es darum geht, etwas zu erreichen. Wenn man sich zum Beispiel sagt: „Ich möchte heute einen Artikel schreiben“, dann muss man sich nicht auch noch denken „Und nebenher mache ich noch Dies und Das und den Film wollte ich auch nochmal gucken und achja, was geht eigentlich heute Abend?“. Wenn man den Artikel schreiben möchte, setzt man sich hin und schreibt. Dabei konzentriert man sich einfach auf die Arbeit des Schreibens, auch wenn es simpel erscheint und auf einmal hat man keine Arbeit mehr. Auf einmal ist eine halbe Stunde vergangen, man hat unzählige Wörter zu Papier gebracht und denkt sich: Wow, so schwer ist das doch gar nicht. Alternative: Man geht erstmal auf Facebook, zu ICQ, ruft schnell noch jemanden an bezüglich der Abendplanung, und so weiter. Ich will nicht sagen, dass man letztere Dinge nicht tun soll, aber wenn man ständig alles omnipräsent hat und nicht von den tausend Gedanken im Kopf absehen kann, hat man nicht den nötigen Fokus um Ziele zu erreichen.



Jeder hat für sich seine Ziele zum Beispiel ein Lied zu schreiben, ein Bild zu malen, 10 km zu laufen, eine Klausur gut zu schreiben, ein Spiel zu meistern, ein Buch zu lesen, was auch immer. Aber wenn wir diese Dinge in ihrer Ganzheit angehen und versuchen „Alles zu erledigen“, dauert es meist länger, klappt manchmal gar nicht und ist weniger effizient als wenn wir einfach anfangen einzelne Dinge mit vollem Fokus zu erledigen. Wenn man seine „Aufgaben“ oder Ziele mit Konzentration und Aufmerksamkeit erledigt, lernt man eine Menge mehr daraus, als wenn man sie als Arbeit ansieht. Wer den Rasen mäht und dabei nur daran denkt, dass es bald zu Ende ist und daran, was danach kommt, verplempert seine Zeit. Wer allerdings bewusst den Rasen mäht, mit den Gedanken bei der Sache ist und sich Mühe gibt, nutzt seine Zeit. Ihr habt immer nur die Zeit, die ihr gerade erfahrt, das sollte man nutzen. Und dabei ist es egal, was man macht, es kommt nur darauf an wie man es macht. Ob man nun putzt, liest, malt, spült, Sport treibt oder Auto fährt, solange man es bewusst tut und sich nicht durch Gedanken ablenken lässt, solange man den Fokus aufrecht erhält, werden diese simplen Aufgaben und Dinge zu wahren Wundern, sie machen Spaß, sie sind lehrreich und sie befreien den Kopf von Chaos und Irritation. Fokus und Aufmerksamkeit werden jedem helfen seine Ziele zu erreichen, denn einerseits nehme diese Eigenschaften „Arbeit“ ihre negative Aura, die sie zu scheinen hat, und andererseits motivieren sie immer weiter, so dass man in weniger Zeit sehr viel mehr erreicht. Macht weniger, aber tut es separat und bewusst. Selbst wenn ihr bewusst 20 Minuten nichts tut (oder auch „meditiert“, nennt es wie ihr wollt), erreicht ihr deutlich mehr als mit 20 Minuten „im Internet rumhängen“, „auf den Backofen warten“ oder „im Fernsehen rumzappen“.


Ich hoffe es ist ungefähr klar geworden, warum Fokus essentiell ist und wir unseren Zielen und Aufgaben immer volle Aufmerksamkeit schenken sollten, anstatt von Party zu Freude zu hetzen und nebenher unser Leben total zu vergessen. So und ich gehe nun ein Buch lesen. Oder ein Bild malen. Aber ich werde sicherlich nicht beides gleichzeitig tun und beim malen nicht ans lesen denken.

Danke fürs Lesen und weiterhin viel Spaß mit terrence.bloggt.

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