Dienstag, 4. Januar 2011

Ich hab da mal 'ne Frage Teil III: Warum ein 10€-Schein mehr wert ist, als sein Material

Also kurz vorweg, damit ich hier Niemanden vor den Kopf stoße: Ich weiß gar nicht, ob man für 10€ heutzutage 5 Brote bekommt. Aber das tut wahrscheinlich auch nichts zur Sache, also los gehts:

Kurz und knapp: Wir bekommen 5 Brote für 10€, weil die Gesellschaft sich darauf geeinigt hat. Ich fange mal ganz früher an: „Damals“ hat man einfachen Tauschhandel betrieben. Einer brauchte Tomaten, der andere Gurken, dann wurde eben getauscht. Irgendwann begann es dann mit der Arbeitsteilung, nicht jeder hat alles produziert und wer viel haben wollte, musste auch Gegenleistung erbringen. So konnte sich ein Schmied mit seinen Werken also Essen beim Bauern, Kleidung beim Schneider und so weiter ertauschen. Das ging solange, bis es einfach unpraktisch wurde und einzelne Menschen viel besaßen, aber nichts produzierten. Damals ging es dann mit Wertgegenständen los, die man tauschen konnte, bis man sich irgendwann auf eine Währung geeinigt hat.

Ein festgesetzter „Wert“ also, der nicht dem Materialwert entspricht, sondern dem gedanklichen Wert, den die Gesellschaft im Konsens darin sieht. So wie wenn man damals gesagt hat, eine Kuh ist eben 2000 Tomaten wert, war dann eben ein Gramm Gold, 10 Kühe wert oder whatever.

Dann kam die Münzprägung und so weiter.

Kurzum meine langweilige Antwort also: Die Gesellschaft hat im Laufe der Jahrhunderte eine einfache und praktische Art des Tauschhandels entwickelt. Währung ist das, was es uns heute erspart, Kühe und Kamele mit in unseren Taschen herumzuschleppen.

Der Grundgedanke der Währung: Ein Gegenstand hat immer einen Materialwert und einen Gedanklichen Wert! Letzterer wird bei Geld durch die Gesellschaft im Konsens festgelegt und steigt und fällt stetig.

Marx hat das übrigens auch mal aufgegriffen, er sprach von der Relation des Materialpreises zu dem Gedankenpreis und hat sich irgendwie darüber aufgeregt, ich werde es bei Zeiten nochmal nachlesen und was hinzufügen, falls es sich lohnt.

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