Mittwoch, 18. Mai 2011

Datenlücke bei Android entdeckt - oder auch: Das Problem der Cloud

Nun ist es also soweit, auch Android bekommt einen vor den Bug. Nachdem in den letzten Wochen Amazon, Sony und Apple mit mehr oder minder wichtigen Skandalen in den Schlagzeilen waren, hat nun Google das Rechtfertigungsproblem.

Grund dafür ist ein Datenleck im Android OS, was dafür sorgt, dass Hacker eure Kontakt- und Kalender-Daten sowie Fotos mitlesen und bearbeiten können, wenn ihr diese in einem offenen WLan-Netzwerk mit der Cloud synchronisiert. Das klappt wohl, weil Android hier einen unverschlüsselten Code mit der Clode austauscht, was natürlich nicht so sein sollte.


Das Problem was ich hier sehe liegt aber nicht bei Android oder Google (Auch wenn diese die Verantwortung tragen), das Problem liegt beim Grundprinzip Cloud. Man legt persönliche Daten auf einem fremden Server ab und riskiert dabei natürlich, dass sie dort oder auf dem Weg dahin abgefangen werden. Das ganze Cloud-System ist zwar nicht unbedingt neu, aber vor allem durch den Marketing-Begriff "Cloud" und den momentanen Smartphone Boom tut sich hier unglaublich schnell ein immens großer Markt auf. Schnelle Markterschließung heißt auch: Risiken.



Das Ganze erinnert an die Anfangszeit der Banken, wo viele sagten: "Wieso mein Geld woanders hin tun, wo ich es nicht kontrollieren kann, unterm Kopfkissen ist es doch sicher?" Die Anleger hatten immerhin den Vorteil, dass ihr Geld sich vermehrt, die Cloud-Nutzer haben "nur" den Vorteil, immer auf ihre Daten Zugriff zuhaben. Ich bin mal gespannt in welche Richtung die Diskussion um Datensicherheit nun in Deutschland hochschwappen wird, in Ländern wie den USA ist das ja ein ehr unwichtigeres Thema.

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